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Sex & Drugs & Rock`n`Roll - Diese, weit verbreitete, Meinung trifft für den Tour-Alltag der meisten professionellen Rock- & Pop-Bands (leider) nicht zu. Vielmehr kommt ein gutes Konzert heute durch den Einsatz einiger Idealisten zustande, die alles dafür tun, dem jeweiligen Act die Tournee und dem Publikum die Show zu einem Erlebnis werden zu lassen: Tourleiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Showtages und kümmern sich um die kleinen und großen Probleme von Band & Crew. Im Idealfall ist ein Tourleiter streßresistent und läßt sich auch durch Forderungen nach einer veganischen Mahlzeit oder alkoholfreiem Weizenbier nicht aus der Fassung bringen - oder spielt Golf (war nur Spaß, Henry). Roadies & Monitortechniker sind für einen glatten Ablauf der Show verantwortlich. Wichtig dafür ist, daß sich die Band auf der Bühne wohl fühlt. Dazu gehören Saitenwechsel-Exzesse ebenso wie kleinere Reparaturen an der Backline. Gute Roadies werden alles daran setzen, die komplette Backline auch in den kleinsten Club zu nageln, auch wenn man dazu das Drumkit, welches normalerweise auf einem 2x3m Riser steht, auf einer Briefmarke aufbauen muß. Lichttechniker setzen das Geschehen auf der Bühne ins rechte Licht, wofür tagsüber jede einzelne Lampe pedantisch genau gefiltert und justiert wird. Ähnlich, wie das Aufgabenfeld des FoH`s, erfordert diese Arbeit, neben dem künstlerischen Aspekt auch jede Menge Erfahrung. Dutzende verschiedener Lichtstellpulte in unterschiedlichsten Güteklassen sind im Umlauf und die Kombinationsmöglichkeiten von Lampen und Brennern nahezu unendlich. Klar, daß jeder seine (angemessene) Idealbestückung auf dem Technical Rider verewigt, aber die Realität holt einen auf der Tour schnell wieder ein: "Es gibt Tage, da verliert man, und es gibt Tage, da gewinnen die anderen ..." (Danny Klupp, Gitarren-Tech bei Destruction, Iron Savior, Pain u.v.m.). FoH-Techniker, also Leute wie ich, sind bei kompletten Produktionen für den Aufbau und die einwandfreie Funktion der Beschallungsanlage zuständig, bei Club-Tourneen (bei denen die PA vom Veranstalter oder von Local Companies gestellt wird), beschränkt man sich auf jammern und meckern, weil ja alles wieder nicht so ist, wie man es gefordert hat, bevor man sich den wichtigeren Dingen, wie mikrofonieren, Sound checken, psycho-sozialer Musikerbetreuung etc. widmet.
Durch den chronischen Personalmangel bei verschiedenen
Produktionen habe ich mir auch einiges aus dem Bereich Pyrotechnik aneignen
müssen und baue auch diesen Aufgabenbereich stetig aus -
Abschluss als
staatlich anerkannter Event- und
Bühnenpyrotechniker realisiert. In diesem Sinne - wir hören voneinander ...
Michel Kögler
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Last Update:
26.04.08 |